Antepuls I Studie

Informationsveranstaltung

Der Biologische Bypass - Ein neues Konzept der Blutgefäßadaptation bei Störungen der Durchblutung 

 

 

Information für Patienten und Interessierte 

Termin: 06.12.2017  um 19:00 Uhr

Veranstaltungsort: De Ole Peerstall, Klinikum Nordfriesland Haus 3

 

Referenten: Prof. Buschmann, Dr. Klaproth 

Zusammen mit der Medizinischen Hochschule Brandenburg (MHB) führt die Praxis für Gefäßmedizin im Interdisziplinären Gefäßzentrum Nord (IGZ) eine in Deutschland einzigartige Studie durch.

 

Durchblutungsstörungen sind die Volkskrankheit Nr.1 und die häufigste Todesursache in Deutschland. Die Zahl notwendiger stationärer Behandlungen steigt rasant. 

 

Das Institut für Pharmakologie und Präventive Medizin (IPPMed) hat die Antepuls I Studie in Auftrag gegeben, die durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Projekts Angio Accel gefördert und finanziert wird. 

 

Das Wachstum von Blutgefäßen läuft über zwei Mechanismen ab. Das Aussprossen neuer Äderchen aus bestehenden Gefäßen, bezeichnet man als Angiogenese.

Dagegen wird das Wachstum von Adern aus einem bereits bestehenden Netz kleiner arterieller Verbindungen als Arteriogenese bezeichnet. Auslöser und Stimulatoren des Wachstums kleiner Adern sind physikalische Kräfte, wie die Schubspannung durch den Blutfluss selbst, die vor allem bei körperlicher Aktivität verstärkt wird.

Normalerweise wird dieses Gefäßwachstum durch den Verschluss einer größeren Schlagader ausgelöst. Die Arteriogenese ist die einzige, völlig natürliche Form des Blutgefäßwachstums - eine Art Selbstheilung - welche dazu in der Lage ist, Defizite der Blutversorgung bei Aderverschlüssen mit geringem Aufwand zu kompensieren. Wenn dieses natürliche Wachstum der Blutgefäße gar nicht mehr oder zu langsam erfolgt, stehen uns bisher nur belastende Operationen oder aufwändige Kathetereingriffe zur Beseitigung der Verschlussprozesse zur Verfügung.

 

Antepuls-1 ist eine nicht in den Körper eingreifende, nicht operative und individuell angepasste Therapie zur Behandlung der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (pAVK). Durch EKG gesteuerte, von Kompressoren pulsierend aufgepumpte Beinmanschetten, wird der Blutfluss in die Beine über die Stimulation der Bildung und Öffnung von Kollateralen (therapeutische Arteriogenese) erhöht. Das Projekt dient der Wirksamkeit und dem Nachweis der Sicherheit von Antepuls-1 in einer „first-in-man Studie“ an Patienten mit Störungen der Durchblutung.

Am Herzen ist der positive therapeutische Effekt einer individuell angepassten Verstärkung des Blutflusses bereits bewiesen und wird weltweit, nebenwirkungsfrei und risikoarm zur Behandlung der koronaren Herzkrankheit eingesetzt. 

 

Erste Ergebnisse der Antepulstherapie wurden im Rahmen des Gefäßmedizinischen Symposiums am 09.11.2017 in Berlin vorgestellt.  

 

Die Praxis für Gefäßmedizin lädt zur Informationsveranstaltung ein, bei der Herr Prof. Buschmann und Dr. Klaproth allen Interessierten die Studie vorstellen.

 

11.03.2017

 1. Husumer kardiologisches Symposium

 Plättchenhemmung und orale Antikoagulation

 

 

 

 

 

 

 

01.03.2017

 

 7. Symposium

Der diabetische Fuß

 

 

 

 

 

 

 

 

21.02.2017

Vortragsreihe Treffpunkt Gesundheit

Periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK)